Die Kunst, mit Licht zu malen II
Im Beitrag “Zauberstab schwenken” haben wir gezeigt, wie eine simple Taschenlampe für faszinierende Fotos sorgt. Um mehr Appetit auf eine der Techniken zu machen, folgt ein Glanzlicht der Lichtmalerei. Es ist eine höchst eigenwillige Art, die Kamera einzusetzen: Dabei wird nachts oder in einem verdunkelten Raum eine Lichtquelle geschwenkt. Wahlweise lässt man auch eine Kamera etwa vor einer Kerze tanzen. Dank einer Langzeitbelichtung von mehreren Sekunden bleibt genügend Zeit, die Spuren einzufangen. Die einfache Technik lässt sich so weit verfeinern, dass sie mit Fug und Recht als Kunst gelten kann. Ein Beweis hierfür ist das erstaunliche Werk von Brian Hart.
Die Art und Weise, wie er mit zahlreichen Tricks zaubert, um ein komplettes Bild zu erschaffen, ist erstaunlich. Man achte auf all die Details, um die er sich gekümmert hat!
Die Serie trägt den Titel “Arbeiten in der Dunkelheit”.
“Stocking is the new planking”
Der Sommer verabschiedet sich mit einer lustigen Neuheit. Noch in die alte Jahreszeit gehört eine abgedrehte Bildermode, die nicht unbemerkt blieb: In allen sozialen Netzwerken war das so genannte “planking” schwer angesagt, das sich von Australien aus ausbreitete. Der neue Volkssport bestand daraus, flach dazuliegen mit dem Gesicht zum Boden gewandt – allerdings an einem möglichst ungewöhnlichen oder abseitigen Ort.
Das Phänomen schlug solche Wellen, dass manche Menschen die Grenzen ausloteten, und schließlich sogar ihr Leben riskierten. Sogar der australische Premierminister versuchte die Leute zur Vernunft zu bringen, nachdem manche etwa von der Balkonbrüstung gefallen waren, als sie eine spektakuläre „Planking“-Aufnahme einfangen wollten.
Eine weitere Modewelle ist jetzt eingetroffen, die martialisch klingt, aber harmloser ist:
“Horse-Manning“. Sie huldigt dem FilmSleepy Hollow von Regisseur Tim Burton, in der ein kopfloser Reiter (Horseman) sein Unwesen treibt. Die Grundidee ist: Ohne digitale Tricks bringt man den eigenen Kopf zum Verschwinden, etwa durch einen besonderen Blickwinkel. Eine andere Person steuert wiederum ihren Kopf bei, der daneben auftaucht.
Hier geht es einfach nur darum, Spaß mit Freunden zu haben. Um diese verrückten Szenen abzulichten, muss man sich weder in Gefahr begeben noch außergewöhnliches fotografisches Talent beweisen.
Aktuell ist ein dritter Trend aufgetaucht: “Stocking“. Es ist ebenso spaßig und sinnlos wie die beiden vorhergehenden Vorschläge. Und ebenso lockt es sowohl den eigenen Sinn für Humor hervor als auch die Talente als Regisseur. Der Name leitet sich von Agenturen her, die Bilder vermarkten (Stockphotos). Jeder, der irgendetwas mit Illustrationen zu tun hat, wird entsprechende Datenbanken kennen, etwa Getty Images, iStockphoto, shutterstock et cetera.
Sie beinhalten unerschöpfliche Bilderquellen in Profiqualität für alle, die etwa in der Werbung tätig sind. Die kauzige Idee ist, die ausgefeilten Aufnahmen durch solche zu ersetzen, die einen amateurhaften Charme besitzen. Daraus entstehen originelle Werke, die Stereotype der Werbung (Teamgeist, Dynamik, Motivation, Fröhlichkeit) auf ein normales Maß stutzen.
Allerdings besteht nicht die Absicht, irgendwelchen Firmen das Geschäft zu versauen. Schließlich kommen die meisten Istock-Bilder ebenfalls von Amateuren. Es ist schlicht ein simple Motividee, die jedem offen steht. Dabei kennt sie wie jedes Spiel nur eine Grenze: Die eigene Fantasie!
Solche Lustbarkeiten werden sich weiterhin schnell verbreiten! Schließlich verhelfen ihnen die sozialen Netzwerke zu einem Kickstart, während Digitalkameras sie auf der Straße halten. Man denke nur an solche Hochgeschwindigkeitsnetze wie Photovine, das wir bereits vorgestellt haben.






































